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Stand: 28.02.2017

Pressemitteilung

54 Flüchtlinge profitieren von Projekt „Maorie“

Eine Teilnehmerin nimmt eine Rose entgegen.

Das Projekt richtete sich an Flüchtlinge, die noch keinen Anspruch auf Integrationskurse hatten. Es ermöglichte ihnen, die Wartezeit während des Asylverfahrens sinnvoll zu nutzen. Jeder Kurs bestand aus einem Deutsch- und Orientierungskurs, einer Computerschulung und einem Praktikum. Die Teilnehmer kamen aus zehn verschiedenen Ländern, die meisten aus Pakistan und Afghanistan.

Bei der Zertifikatsverleihung für die dritte und letzte Maorie-Gruppe ließen die Caritas-Mitarbeiterinnen Katharina Binzler und Viktoria Simic die drei Jahre noch einmal Revue passieren. Neben dem Unterricht trafen sich die Teilnehmer der ersten Gruppe zum gemeinsamen Kochen und machten Fotos für den Wettbewerb "Mein Blick auf Deutschland". 2013 und 2014 fanden Erste-Hilfe-Kurse statt. Die zweite Gruppe besuchte den Landtag in Stuttgart, die dritte Gruppe besichtigte Frankfurt. Es wurde gemeinsam mit Studenten ein Kochbuch entwickelt, es gab einen Vortrag zur Berufsanerkennung und ein Bewerbungstraining. 
Die Teilnehmer absolvierten ihre Praktika unter anderem in Pflegeheimen, Supermärkten, in den Caritas-Integrationsbetrieben, beim Friseur, in der Kinderbetreuung und im Museum. Durch die Praktika haben zwei von ihnen eine Arbeitsstelle gefunden: Eine ehemalige Teilnehmerin arbeitet jetzt als Pflegehelferin in einem Caritas-Pflegeheim, ein Teilnehmer ist in der Gastrotechnik tätig. Ein weiterer macht inzwischen eine Ausbildung zum Elektriker. "Ohne Sprache ist man wie blind", sagt er. Dank einer Spende von Fuchs Petrolub konnten 19 ehemalige Teilnehmer einen weiterführenden Deutschkurs besuchen. 

 "Es ist sehr schade, dass dieses tolle Projekt jetzt zu Ende geht", sagt Caritas-Vorstandsvorsitzende Regina Hertlein. "Viele Menschen haben davon profitiert." Grund ist, dass ein erneuter Antrag auf EU-Förderung abgelehnt wurde. 

Im Rahmen der Maorie-Abschlussfeier überreichten Rita und Werner Schneider vom Katholischen  Blinden- und Sehbehindertenwerk eine Spende in Höhe von 350 Euro für die Flüchtlingsarbeit der Caritas. Das Geld war als Kollekte bei einem Adventsgottesdienst zusammengekommen. "Wir sind gewiss, dass Sie das Geld sinnvoll verwenden", sagte Werner Schneider. Seine Frau überreichte zudem zwei Schals, die von einer Blinden gestrickt worden waren. (juk)

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