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Stand: 12.10.2018
  • 7. November 2018  - 

  • 27. Februar 2019

Antisemitismus - Veranstaltungsreihe der Abendakademie

 

"Man hat sich hierzulande daran gewöhnt" - Antisemitismus in Deutschland heute

7. November 2018, 18 Uhr

Ausstellungseröffnung und Eröffnungsvortrag von Roland Hartung: "Die Schande des historischen und wieder aufflammenden Antisemitismus"

Eine Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung
Dauer der Ausstellung: 7.11. - 20.12.2018

Die Wanderausstellung informiert über die Gefahren und Bedrohungen durch aktuellen Antisemitismus. Um die Wahrnehmung für dieses Problem in der Bevölkerung zu schärfen, wird die Alltäglichkeit des Antisemitismus aufgezeigt. Die Ausstellung thematisiert jedoch auch neue Formen, wie z.B. den islamistischen Antisemitismus. Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Frage, was man konkret gegen Antisemitismus unternehmen kann.

 

Europa gegen die Juden 1880 - 1945

13. November 2018, 19 Uhr

Der Holocaust ist nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatte die Judenfeindschaft seit 1880 sprunghaft zugenommen - angetrieben von Nationalismus und sozialen Krisen. Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt der Historiker Götz Aly, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Pogrome vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Morde zu bereiten. 

 

"Mein Opa war (k)ein Nazi"? - ein blinder Fleck

20. November 2018, 19 Uhr

Eine Studie von 2002 untersuchte, was in deutschen Familien über die NS-Zeit und den Holocaust weitergegeben wird - und zeigte, dass Angehörige entweder als Helden oder als Opfer erscheinen. Dies spart aus, dass sich unsere Vorfahren gleichzeitig auch schuldig gemacht haben. Dass wir darauf nicht zu sprechen kommen, dürfte ein Grund für die verbreitete 'Themenüberdrüssigkeit' sein, die uns heute mit 'Ich kann’s nicht mehr hören' begegnet und eine echte Aufarbeitung der Vergangenheit verhindert. Mit Formen, die jedem Raum lassen in die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Nationalsozialistischen Tätererbe zu gehen, nähern wir uns dem Thema.

 

Mein Lied geht weiter - Briefe aus Rosen

24. November 2018, 18:00 Uhr

Konzert und Lesung. 

 

Antisemitismus - Wie in der Gesellschaft über Juden gesprochen wird

27. November 2018, 19 Uhr

Umfragen weisen nach, dass 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung antisemitisch eingestellt sind. Man möchte sie, weil sie für Fremde gehalten werden, nicht zum Nachbarn haben. Man unterstellt ihnen Weltherrschaftsambitionen. Man wirft ihnen übermäßigen Reichtum vor. Stereotype wie diese sind allseits bekannt und werden immer wieder in unterschiedlichen Varianten vorgebracht, insbesondere dann, wenn die politische Weltlage vom ungelösten Nahost-Konflikt beherrscht wird.
Der Beitrag demonstriert und erklärt Judenfeindschaft, die sich im Medium der Sprache auf vielfältige und mehr oder weniger verdeckte Weise ausdrückt. Dazu wird gegenwärtiger sprachlicher Antisemitismus auch mit historischen Formen (des Antijudaismus) verglichen. 

 

Warum bedroht der Antisemitismus nicht nur Juden? 

18. Dezember 2018, 19 Uhr

Finissage. Der freiheitliche Rechtsstaat basiert auf der Übereinkunft zu freiheitlichen Regeln, die allen Menschen gerecht werden. Im Weltbild von Antisemiten jedoch herrscht keine gute Macht und kein Grund für ein Vertrauen in die Welt, sondern eine böse Superverschwörung, zu der dann außer Juden, beziehungsweise "Zionisten", auch immer Demokraten, Justiz und Medien sowie weitere ethnische und religiöse Minderheiten zugerechnet werden. Antisemiten bedrohen daher die gesamte Gesellschaft und den demokratischen Rechtsstaat. Wenn wir den Antisemitismus bekämpfen, schützen wir nicht nur jüdisches Leben - wir schützen die Ideen der Demokratie, wir schützen menschliches Leben überhaupt!

 

Einmischung erwünscht! 

9. Februar 2019, 10 Uhr 

Argumentationstraining gegen rechte und rassistische Parolen und Äußerungen

 

Judenfeindschaft in der Reformationszeit

13. Februar 2019, 19 Uhr

Der Vortrag von Prof. Thomas Kaufmann, Universität Göttingen, geht der Frage nach, wie sich Feindseligkeit gegenüber Juden in der Reformationszeit äußerte. Ein Ziel des Vortrags wird auch darin bestehen, die Haltung Luthers in ein breit gefächertes Spektrum zeitgenössischer Positionen einzuordnen. Auch auf einige wenige Beispiele gelehrter Interaktionen zwischen Juden und Christen soll Licht fallen.

 

Nach-Kriegs)Erziehung ab 1945 

27. Februar 2019, 18 Uhr
im MARCHIVUM, Archivplatz 1, Friedrich-Walter-Saal, 6. OG

Ein zentrales Thema dieses Vortrags ist die von den Nationalsozialisten vorangetriebene Spaltung der natürlichen Eltern-Kind-Bindung. 1945 endete zwar die politische NS-Herrschaft, jedoch nicht automatisch der Einfluss ihrer verinnerlichten Ideologien. Die Einstellung Erwachsener gegenüber dem Kind-Sein und damit auch Erziehungskonzepten wurde lange darüber hinaus - vielfach auch unwissentlich - in Familien und Bildungseinrichtungen weitergegeben. Ausgehend von extremen Beispielen aus der Heimerziehung nach 1945 wollen wir diesen Konzepten und ihren Auswirkungen nachgehen.

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