Hilfe für Arbeitslose

Jobs schaffen, Energie sparen

Ein Koffer mit Hilfsmitteln zur Strom- und WassereinsparungDie Berater statten die Haushalte mit Materialien zur Energie- und Wassereinsparung aus.

Der Stromsparcheck existiert seit Ende 2008 und hat sich zu einem festen Standbein der Beschäftigungsförderung entwickelt. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Mannheim ist einer von weit über 100 Standorten in der gesamten Bundesrepublik. 

Ablauf des Projekts

Mit dem Stromspar-Check wird einkommensschwachen Haushalten geholfen, Strom und damit Geld zu sparen. Gleichzeitig wird auch ein Beitrag zur Reintegration von Langzeitarbeitslosen in die Arbeitswelt geleistet. Die Stromsparhelfer waren selbst Langzeitarbeitslose. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt in enger Abstimmung mit dem Jobcenter, das die Personen zuweist. Bevor die Stromsparhelfer die Haushalte besuchen, durchlaufen sie eine intensive Schulung.

Im Rahmen des Projektes werden alle Haushalte, die sich für eine Beratung angemeldet haben, zweimal von Stromsparhelfern besucht. Beim Erstbesuch werden Strom-, Heizenergie- und Wasserabrechnungen des Haushalts unter die Lupe genommen, eine Bestandsaufnahme der wichtigsten elektrischen Geräte und eine Verbrauchsmessung gemacht. Auf dieser Basis stellen die Stromsparhelfer ein individuelles Stromspar-Paket zusammen. Dazu gehören auch materielle Hilfen, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden: Schaltbare Steckdosenleisten, TV-Standby-Abschalter, Durchflussbegrenzer, Zeitschaltuhren oder Thermostopps bringen die Energiesparhelfer mit und installieren diese vor Ort. Am Ende des zweiten Beratungsgespräches präsentieren die Stromsparhelfer die Ergebnisse ihrer Verbrauchsanalyse sowie weitere Empfehlungen, wie die Haushalte mit einfachen Mitteln ihren Stromverbrauch weiter reduzieren können.

Gruppenbild mit zwei Caritas-Mitarbeitern, die eine Urkunde hoch halten2013 wurde der Mannheimer Stromspar-Check mit dem Spendensiegel "Wirkt!" der gemeinnützigen Gesellschaft Phineo ausgezeichnet.

Mehr Geld im Portemonnaie

Der Stromspar-Check bietet einen positiven gesellschaftlichen Effekt: Die beratenen Haushalte sparen Stromkosten von durchschnittlich etwa 90 Euro pro Jahr ein. Da bei Empfängern von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe der Haushaltsstrom über den Regelsatz abgedeckt wird, bedeutet eingesparter Strom ein Plus an verfügbarem Einkommen.

Einsparungen für die öffentliche Hand

Durch die Beratung der Stromsparhelfer wird auch Wasser und Heizenergie für die Warmwasserbereitung von durchschnittlich rund 63 Euro pro Jahr und Haushalt eingespart. Diese Einsparungen kommen der öffentlichen Hand, insbesondere den Kommunen zugute, die bei Beziehern von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe die Kosten für die Wohnnebenkosten und Heizung tragen. 

Vorteile für Klima und Umwelt

Die Strom- und Wärmeeinsparung reduziert den Ausstoß von Klimagasen und Luftschadstoffen, wodurch Umweltschäden vermieden werden. Mit jedem Stromspar-Check wird der CO2-Ausstoß um rund 2,7 Tonnen vermindert. Wird weniger Strom verbraucht, stoßen die Kraftwerke auch weniger Stickoxide, Schwefeldioxid und Ruß aus. Zusätzlich müssen weniger begrenzte Ressourcen abgebaut und transportiert werden. 

Neue Impulse für Langzeitarbeitslose 

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass über dieses Projekt Langzeitarbeitslose sinnstiftende und anspruchsvolle Tätigkeiten ausüben. Durch die umfangreiche Qualifizierung wird ihnen eine Wiedereingliederung in das Berufsleben erleichtert.