Psychisch kranke Menschen

Rehabilitation und Wohnen

Das Haus bietet psychisch erkrankten Menschen im Alter von 18 bis ca. 40 Jahren Hilfen im Bereich sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation. Allgemeines Ziel ist es, Menschen mit psychischer Krankheit so zu fördern, zu beraten und zu begleiten, dass sie ihr Leben in größerer Autonomie führen können.

Die Betroffenen befanden sich oft einmalig oder mehrmalig in psychiatrischen Kliniken in Behandlung. Sie  möchten lernen, mit ihrer Erkrankung das alltägliche Leben zu gestalten, berufliche Perspektiven zu entwickeln und möglichst selbständig zu wohnen.

Rehabilitation

Ziel der Rehabilitationsmaßnahmen ist es, psychisch erkrankte Menschen zur Teilhabe am sozialen und Arbeitsleben in der Gesellschaft zu befähigen. Es stehen 13 stationäre und 3 ambulante Plätze zur Verfügung.

Das persönliche Reha-Programm umfasst einen medizinisch-psychiatrischen Bereich, einen psychosozialen Bereich sowie einen Arbeits- und Wohnbereich. Die medizinische Phase kann 3 bis maximal 12 Monate dauern. Anschließend steht die berufliche Förderung im Vordergrund. Diese findet in Betrieben und/oder berufsbildenden Einrichtungen statt. Die Rehabilitanden bleiben während dieser Zeit im Elisabeth-Lutz-Haus wohnen - bei ambulanten Maßnahmen in ihrer Wohnung - und erhalten weiterhin ärztliche Behandlung sowie psychosoziale Betreuung. Die Maßnahme dauert in der Regel 6 Monate.

Übergangsheim

Das Übergangsheim des Elisabeth-Lutz-Hauses ist eine stationäre Einrichtung der Eingliederungshilfe  für jüngere psychisch erkrankte Menschen. Es stehen 14 Plätze zur Verfügung. Ziel ist, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben so selbständig wie möglich zu gestalten. Angeboten wird eine kombinierte Förderung in den Bereichen Wohnen und Tagesstruktur. Die Bewohner finden dort ein familiäres und überschaubares Lernfeld vor. Die Angebote zur Tagesstrukturierung können auch von Personen in eigener Wohnung teilstationär genutzt werden.

Der Aufenthalt im Übergangsheim ist auf maximal fünf Jahre begrenzt. Im Vergleich mit kürzeren, straffer organisierten Maßnahmen bietet das Übergangsheim einen größeren Zeitraum zur Entwicklung notwendiger Fähigkeiten. Zu Beginn findet eine gemeinsame Hilfeplanung statt, die im Verlauf überprüft und angepasst wird. Die fachärztliche Behandlung der Bewohner im Übergangsheim wird von niedergelassenen Ärzten bei freier Arztwahl durchgeführt.

Ambulant betreutes Wohnen

Neben dem stationären Bereich bietet das Elisabeth-Lutz-Haus auch ambulant betreutes Wohnen mit 18 Plätzen an. Die Unterstützung ist hier weniger intensiv, sie berücksichtigt die unterschiedlichen Wohnbedürfnisse im ambulanten Rahmen.

Die Wohngemeinschaften befinden sich im Stadtgebiet verteilt mit insgesamt sechs Einzelzimmern und entsprechenden Gemeinschaftsräumen. Für das Betreute Einzel- und Paarwohnen stellt das Elisabeth-Lutz-Haus drei Einzelapartments und ein Apartment für zwei Personen in zentraler Lage von Mannheim, unweit vom Hauptgebäude, zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Wohnbetreuung für Menschen in eigener Wohnung angeboten. 

Leitziel des Betreuten Wohnens ist, die Betroffenen in der Entwicklung ihrer Autonomie und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern, dass sie soweit wie möglich von Hilfen psychiatrischer Einrichtungen und Dienste unabhängig werden. Dieser Weg gestaltet sich für jede Person unterschiedlich, entsprechend ist auch die Hilfe individuell und personenzentriert. Eine 24-Stunden-Betreuung wie im stationären Bereich gibt es beim Betreuten Wohnen nicht.