Bis heute bleibt die genaue Zahl der in Konzentrationslagern internierten Bettler und Landstreicher, ab 1938 auch als "Nichtseßhafte" bezeichnet, ungeklärt. Expert:innen schätzen, dass insgesamt etwa 70.000 Menschen aufgrund der Stigmatisierung als "asozial" und "Berufsverbrecher" deportiert und ermordet wurden.
Die Wanderausstellung von der BAG Wohnungslosenhilfe soll nicht nur einen Beitrag zur Aufarbeitung einer wichtigen, jedoch oft übersehenen Periode in der Geschichte der Wohnungslosenhilfe leisten, sondern auch als Plattform dienen, um das Bewusstsein in der Gesellschaft für dieses Thema zu schärfen.
Die Ausstellung kann vom 9. bis 13. März täglich von 17 bis 20.30 Uhr in der Tagesstätte besichtigt werden. Eintritt frei.
Rahmenprogramm
Montag, 9. März
16:30 Uhr: Vernissage mit Regina Hertlein, Vorstandsvorsitzende Caritasverband Mannheim e.V.
18:00 Uhr: "Verleugnete des Nationalsozialismus” - Vortrag von Laura López Mras, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.
Mittwoch, 11. März
18:00 Uhr: "Euthanasie in Mannheim” - Vortrag von Dr. Lea Oberländer, Mitarbeiterin der Universität Mannheim
Donnerstag, 12. März
18:00 Uhr: "Verfolgung von 'Asozialen' in Mannheim” - Vortrag des Vereins "Arbeitskreis Justiz und Geschichte des Nationalsozialismus in Mannheim"
Veranstalter
Ansprechperson
Tagesstätte für Wohnungslose
D 6, 7
68159 Mannheim