Hospiz

Geborgenheit am Lebensende

Gedenkwand mit einem Gemälde, einer Blume, einem Trauerbuch, einem Engel und einer KerzeGedenkwand im Hospiz St. Vincent

Das Hospiz St. Vincent ist in einem eigenständigen Bereich des Caritas-Zentrums St. Franziskus auf dem Waldhof untergebracht. Das Caritas-Zentrum liegt mitten im Stadtteil und beherbergt unter anderem auch Wohnungen für betreutes Wohnen, Pflegeheimplätze und ein Restaurant. Das heißt, die Hospizgäste können bis zuletzt am normalen Leben teilhaben - sofern sie das möchten. Wer eher zurückgezogen leben möchte, kann dies ebenfalls tun.

Das Hospiz St. Vincent Süd befindet sich im Regine-Kaufmann-Haus in Ilvesheim. Es wurde im September 2017 eröffnet. Das Haus liegt in einer ruhigen Seitenstraße und beherbergt ebenfalls barrierefreie Wohnungen und ein Pflegeheim.

Raum der Stille 

Den Gästen stehen jeweils acht behindertengerechte Einzelzimmer mit Bad zur Verfügung. Die Zimmer sind mit einer Notrufanlage, Telefon und Fernseher ausgestattet. Es gibt ein gemütliches Wohn- und Esszimmer und eine Küche. Wenn möglich, nehmen Gäste und Mitarbeiter die Mahlzeiten gemeinsam im Esszimmer ein. Ein Rückzugsort zur Besinnung oder für Gespräche ist der Raum der Stille. Im Norden ist dies der "Rosenraum", im Süden der "besondere Raum". Beide wurden von Künstlern ganz unterschiedlich gestaltet.

Angehörige werden mit begleitet

Ziel des Hospizes ist es, die letzte Lebensphase der Gäste lebenswert zu gestalten. Lebensrhythmus und Gewohnheiten können beibehalten werden. Es gibt keine festen Weck- oder Essenszeiten. Angehörige und Freunde sind jederzeit willkommen. Auch sie werden in der Zeit des Abschiednehmens mitbetreut. Einmal im Monat veranstaltet das Hospiz ein Trauercafé für Angehörige von ehemaligen Gästen.

Im Vordergrund steht ein kleiner Engel auf einem Tisch, dahinter sieht man ein Zimmer mit offenem Fenster.Eins der Zimmer im Hospiz

Rund um die Uhr von Fachpersonal betreut

Die Gäste werden rund um die Uhr von examiniertem Fachpersonal mit Palliativ Care Weiterbildung betreut, unterstützt von ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Hospizhelfern. Niedergelassene Hausärzte und ein Facharzt für Schmerztherapie stehen zur Verfügung. Auf Wunsch werden die Gäste von Seelsorgern ihrer Konfession begleitet. 

Das Team arbeitet mit den ambulanten Hospizdiensten der Region, der Brückenpflege der Uni-Kliniken Mannheim und Heidelberg, den Sozialarbeitern sowie den Palliativstationen der umliegenden Krankenhäuser, mit Sozialstationen, Pflegediensten und den regionalen ambulanten Palliativ-Teams zusammen.

Unterstützung durch Förderverein

Im stationären Hospiz werden die Kosten durch eine Mischfinanzierung seitens der Kranken- und der Pflegekassen sowie dem Träger des Hospizes finanziert. Da dadurch der Tagessatz nicht gedeckt ist, ist das Hospiz auf Spenden angewiesen. Der Förderverein St. Vincent Hospiz unterstützt es finanziell und ideell.