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Stand: 28.02.2017

Pressemitteilung

Caritas weiht neues Quartierbüro Schönau ein

Pfarrer Franz Schmerbeck spricht ein Segensgebet.Pfarrer Franz Schmerbeck spricht ein Segensgebet.

Die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG hat im Nordwesten des Stadtteils mit der umfassenden Renovierung und Sanierung der Häuser und Wohnungen begonnen. Damit soll auch eine Verbesserung des sozialen Lebens im Quartier einhergehen. Deshalb wurde der Caritasverband Mannheim beauftragt, die Sanierungsmaßnahmen zu begleiten - wie er das bereits erfolgreich für das Gebiet Schönau-Mitte getan hat. Im April ist das Quartierbüro Schönau von der Memeler Straße in die Rastenburger Straße umgezogen.

"Sanierung bedeutet, nicht nur in Steine zu investieren, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander zu stärken", sagte Caritas-Vorstandsvorsitzende Regina Hertlein bei der Einweihung. Sie bedankte sich bei der GBG, vertreten durch Sandra Bumb-Winkler, für das Engagement und das entgegengebrachte Vertrauen. Auch die Stadt Mannheim sei mit vielen Akteuren und Fachbereichen ein wichtiger Kooperationspartner.

Regina Hertlein lobte die gute Vernetzung auf der Schönau, die sich auch an den Gästen der Feier zeigte: Die Polizei, die Stadträte Andrea Safferling und Konrad Schlichter, das Netzwerk Senioren Schönau, Ehrenamtliche, Mietervertretung sowie Mitarbeitende von Schulen und Kindergärten waren vertreten. Pfarrer Franz Schmerbeck, Leiter der Kirchengemeinde Mannheim-Nord, sprach ein Segensgebet.

Das Team des Quartierbüros mit der Caritas-Vorstandsvorsitzenden Regina Hertlein (v.l.) und Abteilungsleiterin Sigrid Kemptner vor dem HauseingangDas Team des Quartierbüros mit der Caritas-Vorstandsvorsitzenden Regina Hertlein (v.l.) und Abteilungsleiterin Sigrid Kemptner vor dem Hauseingang

 "Es ist unser Ziel und wir freuen uns darauf, die Schönau voranzubringen. Jeder einzelne ist dafür wichtig und kann etwas einbringen", sagte Christian Endres vom Quartierbüro. Außer ihm gehören vier Mitarbeiterinnen zum Team. Sie sind Ansprechpartner bei Problemen und Fragen zur Sanierung, helfen Mietern, die den Umzug allein nicht schaffen, und organisieren Beteiligungsverfahren für Einwohner, Kinder und Jugendliche. "Die Mieter werden zum ersten Mal in ihrem Leben gefragt, wie sie sich ihren Stadtteil vorstellen", erklärt Christian Endres. Bis Ende des Jahres soll ein so genanntes Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept vorliegen, das als Fahrplan für die kommenden Jahre dient.

Zwei Mitarbeiterinnen des Quartierbüros bieten außerdem im Rahmen des ANIMA-Projekts muttersprachliche Beratung für Familien aus Bulgarien und Rumänien an. "Die Menschen können viele Strukturen nicht nachvollziehen. Ich begleite sie zu Gesprächen in der Schule, zu Arztterminen oder auch zur Schuldnerberatung", erklärt Radost Natcheva. Es hat sich eine Frauengruppe gebildet, die sich wöchentlich trifft. Ganz neu im Quartierbüro ist eine Mitarbeiterin im Projekt Integrationsmanagement, die Flüchtlingen bei der Integration und Orientierung hilft.

Das Sanierungsgebiet "Schönau Nordwest" umfasst rund 1.750 Wohnungen, mehr als 3.000 Menschen sind betroffen. Die Maßnahme wurde in das Bund-Länder-Programm "Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" aufgenommen.

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